Singschule an der Alexanderkirche Wildeshausen

Liebe Kinder, Liebe Eltern, willkommen auf unserer digitalen Pinnwand.

  • Wenn die Singschule ausfällt oder wir daheim bleiben
  • Wir verbringen Zeit mit unseren Familien
  • Wir gestalten uns gemeinsam die Zeit etwas zauberhafter

Singschule an der Alexanderkirche
Ev.-luth. Kirchengemeinde Wildeshausen | Sägekuhle 7, 27793 Wildeshausen | www.ev-kirche-wildeshausen.de

Das sind wir

Dagmar

Dagmar Grössler-Romann
Musikpädagogin
Chorleitung
Email

Ralf

Ralf Grössler
Kirchenmusikdirektor
Chorleitung
Email

Woche 7, für Glück

Was braucht ein Mensch zum Glücklichsein? Kann man das Glück irgendwo finden und dann festhalten? Oder ist das Glück nur ein kurzer Augenblick und bleibt daher oft unentdeckt? Der Erlanger Glücksforscher Karl-Heinz Ruckriegel formuliert auf der Basis von Forschungen in der Psychologie Ratschläge zum Glück. Einige der Ratschläge haben eine große Nähe zu zentralen biblischen Inhalten und christlichen Traditionen. Kinder gelten als Experten im Glücklichsein. Spannend ist es, dem Thema Glück gemeinsam mit den Kindern auf die Spur zu kommen. Als Einstieg in das Gespräch lohnt sich eine Aufgabe „zum Anfassen“: Laden Sie ihre Kinder ein, etwas zubringen, zu malen, zukneten, …. dass sie glücklich macht. Wir Erwachsenen sollten uns auch mal wieder durch den Kopf gehen lassen, was Glück eigentlich ist. Überlegen was wir zum Glücklichsein brauchen, uns in Dankbarkeit üben, optimistisch sein, Grübeleien vermeiden und unsere sozialen Beziehungen stärken. Lasst und wie Kinder im Hier und Jetzt leben.

Glücksgeschenke

Gemäß dem Sprichwort können kleine „Glücksgeschenke“ gestaltet und geteilt werden.

„Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt“

  • Glück‐Wunsch‐Karte: So bunt und vielfältig wie das Glück selbst werden Karten für Eltern, Großeltern, Freunde oder auch das Seniorenheim, die Feuerwehrstation, etc. gebastelt und mit individuellen Glückwünschen der Kinder versehen.
  • Glücksduo: die Kinder überlegen, wie/womit sie die*den ihre Freunde heute glücklich machen können.
  • Glücksaktion: Taten sagen manchmal mehr als Worte – und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt
    Eine Müllsammelaktion im nahen gelegenen Park (auch Tiere brauchen Glückͧͨͩͪ)
  • Ein schönes Kreidebild vor einem Eingang um Besuchende zu erfreuen
  • Kekse backen und verschenken, usw.

 

Glücksgespräche

Entweder feiert die Familie an einem Tag einen langen „Glücksmarathon“ oder es gibt jeden Tag eine eingeplante „Glücksphase“. Gemeinsam wird überlegt und ausprobiert, in welchen
Momenten sie Glück empfinden: Singen, Musik hören und Tanzen; gegenseitige Massage; bewusstes Genießen eines Gummibärchens/einer Erdbeere; Witze erzählen; usw.

  • Was macht dich glücklich?
  • Warum hat dich das glücklich gemacht?“
  • Wie merkst du, dass du glücklich bist?
  • Wo sitzt das Glück? Wie fühlt es sich an?
  • Kommt das Glück von außen oder von innen?
  • Kann man das Glück sehen?
  • Warum wollen Menschen glücklich sein?
  • Gibt es etwas, das alle Menschen glücklich macht?
  • Warum können wir nicht immer glücklich sein?

Eine Stadt voller Glück

„Lieblingsplätze Wildeshausen“

Im Jahr 2020 veranstaltete das Stadtmarkteting Wildeshausen den Fotowettbewerb „Lieblingsplätze Wildeshausen“. In der Ausstellung werden alle Einsendungen gezeigt. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Stadthauses Wildeshausens vom 21.03. bis zum 24.04.2023 angeschaut werden.

Malvorlagen der Stadt Wildeshausen zur Glückswoche 2023

Glückstraining mit Kindern

Mittlerweile ist richtig gut erforscht, was passieren muss, damit unser Körper Glückshormone wie Dopamin, Serotonin oder Oxytozin ausschüttet. Und jeder weiß, dass wir stress-resistenter und gesünder sind, wenn wir positiv und glücklich durchs Leben gehen. Ostern steht vor der Tür und damit die Festtage im Jahr, die für Hoffnung stehen, für Wiederauferstehung, für glücklich sein.´, für eine bessere Zeit.

Das könnte vielleicht glücklich machen:

  • Die Zukunft. Warum haben wir nur Fotos von Erinnerungen? Hängt ein paar Fotos mit euren Wünschen und Träumen auf, das können vor allem auch Sehnsuchtsorte oder Unternehmungen sein.
  • Der Sinn. Sagt doch ein paar sinnlose Termine ab und unternehmt stattdessen etwas, was euch Spaß macht.
  • Neue Freunde. Kontaktiert einmal neue Menschen in eurer Umgebung. Redet oder verabredet euch mit jemanden, mit dem ihr sonst nicht viel zu tun habt.
  • Mehr Humor. Grimassen schneiden! Oh, wie war das als Kind schön – und dann hörten wir immer nur „Das macht man nicht!“ Pfui! Warum aber nicht?
  • Selber Singen. Singt euch glücklich, Musik hebt die Stimmung und selber singen noch mehr.
  • Achtsamkeit. Achtsamer spüren, schmecken, riechen, hören, sehen und bewegen.
  • Selbermachen. Mit Do-it-yourself mehrfach Gutes tun.
  • Zuversicht. Mit positiven Gedanken stärke erleben.

Woche 6, für mehr Biodiversität

Ganz klar: Wir brauchen so viel Artenvielfalt wie möglich! Weltweit sind ca. 41.000 Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Viele Ursachen führen zu diesem hohen Verlust: u.a. intensive Landbewirtschaftung, die Versiegelung von Flächen, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und die fehlende Vernetzung zwischen Lebensräumen. Dabei kann schon ein kleines Fleckchen Erde oder der Balkon Platz für heimische Pflanzen und Insekten bieten. Dann finden auch Vögel, Fledermäuse und Co Nahrung und einen Lebensraum.

IN DIESER WOCHE …

  • beschäftigen wir uns mit den Zusammenhängen des Artenverlusts
  • finden wir heraus: Was heimische und insektenfreundliche Pflanzen sind
  • schauen wir genauer hin: Auf welchen Flächen zuhause, in der Kirchengemeinde oder in der Nachbarschaft können wir etwas für die Natur tun?
  • legen wir in einem Garten Kleinbiotope an: Wir häufen Reisig, Laub, Totholz oder Steine auf und beobachte, wer sie nutzt.
  • bauen wir zusammen Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse und Insekten und bringen sie an.

Tomaten und die Biodiversität

Alte Gemüseorten neu entdecken. Auch in der Pflanzenwelt spielt das Thema Biodiversität eine große Rolle. Da in der Landwirtschaft zunehmend auf wenige Sorten des hybriden Saatguts gesetzt wird, sind in Europa in den letzten 100 Jahren ca. 90% aller Nutzpflanzen verschwunden. Dank vielfältiger Saatgutinitiativen konnten viele alte Sorten jedoch wieder zum Leben erweckt
werden. Wenn ihr mit Kindern Obst und Gemüse anbaut: probiert doch einmal alte Sorten aus (Stichworte für die Suche: „Saatgut ‐alte Sorten‐samenfest“). Das diese alten Sorten „samenfest“ sind, bedeutet: anders als bei den hybriden Sorten aus dem Handel, können sie bei diesen Sorten die Samen (z.B. die Tomatenkerne) nach der Ernte trocknen, aufbewahren – und in der nächsten Saison wieder aussäen.

Ein Heim für Tiere

Biotope, Nisthilfen, und Insektenhotels es gibt unzählige Gestaltungsmöglichkeiten:

  • Laub‐ und Reisighaufen
  • Steinhügel
  • Trockenmauern
  • größeres Totholz

 

All dies bietet zahlreichen Insekten, Kleinreptilien, Igeln etc. ein wertvolles Zuhause. Das Bauen macht wahnsinnig viel Spaß – und es ist spannend, immer wieder neu zu entdecken, wer dort alles ein Zuhause gefunden hat. Hinweis: Die Insekten und Tiere, die hier einziehen, brauchen natürlich auch Nahrung. Gärtnern mit Kindern gehört in inzwischen zum Familienleben dazu. Je mehr einheimische und insektenfreundliche Pflanzen auf einem Gelände eine Heimat finden, desto mehr Insekten (und Tiere, die von den Insekten leben) können sich ansiedeln.

„Gott machte die wilden Tiere und das Vieh und alles, was auf dem Boden kriecht, alle die verschiedenen Arten. Und Gott sah das alles an: Es war gut.”

1.Mose 1,1-25, Gute Nachricht Bibel

Nützliches

Bestimmen und entdecken der Insektenwelt mit der Web-App "NABU Insektensommer". Die Web-App „NABU Insektensommer“ enthält  mit 457 ausführlichen, bebilderten Insektenporträts jede Menge Informationen über diese faszinierenden Tiere. Viel Spaß beim Eintauchen in die Vielfalt der uns umgebenden kleinen Krabbler, Flieger und Hüpfer!

Ihr erreicht die Web-App unter folgendem Link: www.NABU.de/insektensommer/app

Woche 5, für bessere Beleuchtung

Wann habt ihr das letzte Mal einen glanz- vollen Sternenhimmel erlebt? Unsere Städte leuchten 4.000 Mal heller als das natürliche Nachtlicht. Grund ist die zunehmende Lichtverschmutzung, die Aufhellung der Nacht durch künstliches Licht. Dies ist nicht nur Energieverschwendung, sondern hat auch negative Auswirkungen auf die Schöpfung: Menschen, Vögel und Insekten werden in der Nacht empfindlich gestört, Wachstumszyklen von Pflanzen ändern sich.

„Auf dem dunklen Pfad, auf dem ein Mensch hier auf Erden gehen muss, gibt es gerade so viel Licht, wie er braucht, um den nächsten Schritt zu tun. Mehr würde ihn nur blenden.“

Moses Medelsohn, 1729-1786

In dieser Woche

  • nehmen wir am 25. März 2023 an der „Earth Hour“ teil und schalten um 20:30 Uhr das Licht aus. www.earthhour.org
  • überprüfen wir, welche Beleuchtung notwendig ist
  • tauschen wir Glühbirnen gegen ökologischere LED aus
  • Installieren wir, im Außenbereich warmweiße LED, da diese weniger Insekten anziehen (Lichtfarbe kleiner 3.000 Kelvin).
  • Vermeiden wir jegliche dauerhafte Beleuchtung, z. B. im Garten.
  • Genießen wir das gemütliche Leuchten von Kerzen

Wir suchen das Superlicht

In einer Art „Wettbewerb“ treten verschiedene Leuchtmittel gegeneinander an. Dazu braucht ihr einen Ort, der sich möglichst verdunkeln lässt – und verschiedene Leuchtmittel (Streichholz, Kerze, Taschenlampe, Lampe, in die unterschiedliche Birnen (warmweiß, kaltweiß) eingeschraubt werden können, bunte Lichterkette,…). Nacheinander werden die Leuchtmittel ausprobiert, die Kinder nehmen ihre Wirkung wahr, beschreibt und überlegt welches Leuchtmittel wofür am besten geeignet ist. Wenn ihr noch eine der alten Glühbirnen haben, können die Kinder die Wärmeentwicklung bei einer LED‐Birne und einer Glühbirne vergleichen.

Taschenlampentanz

Die Lichtverschmutzung wird zunehmend zu einem Problem für Tiere und Pflanzen. Spielerisch nimmt dieses Spiel diesen Gedanken auf: Einer ist „Lampe“ und bekommt eine Taschenlampe. Der Raum wird verdunkelt und das Spiel beginnt. Die Jäger hockt „schlafend“ auf dem Boden. Alle anderen tanzen und hüpfen durch den Raum. Ruft der mit der Taschenlampe „Licht in der Nacht“, müssen alle sofort mitten in der Bewegung erstarren. Nun stellt sich die „Lampe“ hin und knipst die Taschenlampe an. Die Hand darf man dann nicht mehr bewegen. Alle, die im Strahl der Taschenlampe stehen, sind gefangen und setzen aus. Wer als letztes übrig bleibt, ist die neue „Lampe“.

Licht an! Licht aus! Lichterprotokoll

Führen Sie mit den Kindern ein Lichterprotokoll, um sich die Beleuchtung einmal bewusst zu machen:

  • Wie viele Lampen gibt es bei uns? Wie viele sind es im Innenbereich, wie viele im Außenbereich?
  • Wann brennen die Lampen, wann brennen sie nicht? Wer steuert das (Bewegungsmelder, Lichtschalter, Automatik)?
  • Wann gibt es natürliches Licht? Wann geht die Sonne auf, wann geht sie unter? Wann reicht das natürliche Licht, wann brauchen wir zusätzliches Licht?

 

Vielleicht können sich die Kinder ja vorstellen, das Amt des Lichtdiensts einzuführen: sie achten darauf, dass wirklich nur dort Licht an ist, wo es benötigt wird.

„Licht aus, sagt der kleine Fuchs“

Eine poetische Bilderbuchgeschichte von Marsha Diane Arnold

Dunkelheit bricht an, der kleine Fuchs will sich schlafen legen. Aber überall ist Licht. Autolichter, Straßenlichter, rote Lichter, blinkende Lichter. Wo ist nur die Dunkelheit? Wo sind die Sterne, die mich leiten, fragt der Singvogel, der verwirrt im Kreis herumfliegt. Der Frosch vermisst das Froschkonzert. Das gibt es nur bei Dunkelheit. Auch der Bär findet keine Ruhe für seinen Winterschlaf. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Dunkelheit. Denn nur dort kann man den Himmel und die Sterne sehen.

Licht aus, sagt der kleine Fuchs - genialokal.de bei Bökers am Markt, Wildeshausen

Woche 4, um anders mobil zu sein

Wir viele Möglichkeiten, um uns nachhaltig fortzubewegen. Laufen wir einfach mal mehr, das ist gesund und kostenlos! Außerdem lernen wir so ganz neue Nachbarschaften in unserer Stadt kennen und haben Zeit, um uns in Ruhe die Gegend anzuschauen, uns zu unterhalten, wenn wir Bekannte begegnen. Längere Spaziergänge oder gar Wanderungen sind längst nicht mehr natürlicher Bestandteil des Alltags. Anders mobil sein: das beinhaltet auch, den eigenen PKW immer öfter gegen Bus und Bahn einzutauschen. Eine gemeinsame Reise mit dem ÖPNV ist eine interessante Erfahrung: vom Suchen nach der nächsten Bushaltestelle über das Entdecken der verschiedenen Ziele und Linien und das Kaufen der Fahrkarte bis hin zur richtigen Rundreise mit Bus und/oder Bahn.

Kniereiter

Ein Auto fährt tut tut,
ein Auto fährt tut tut
Ein Auto fährt, ein Auto fährt
ein Auto fährt tut tut.

Erst langsam wie ne Schnecke,
dann braust es um die Ecke.
Ein Auto fährt, ein Auto fährt
ein Auto fährt tut tut.

überliefert

Grüne Meilen für das Weltklima

Schon seit 2002 sammeln jedes Jahr tausende Kindergarten‐ und Schulkinder Grüne Meilen für das Klima. Im Rahmen der Kampagne legen die Kinder ihre Alltagswege bewusst klimafreundlich zurück und alle Wege, die sie zu Fuß, mit dem Fahrrad, Roller oder dem ÖPNV zurücklegen, gehen in die große Sammlung der Kindermeilen ein, die bei der UN‐Klimakonferenz übergeben werde. Zu der Kampagne gibt es viel spannendes und hilfreiches Material unter www.kindermeilen.de

Auf bunten Füßen unterwegs

Schon die Vorbereitung einer kleinen oder großen Wanderung macht viel Spaß:
 Was brauchen wir an Ausrüstung?
 Wo wollen wir hin (z.B. Spielplätze, Freunde)?
 Wie wollen wir uns verpflegen?

Woche 3, für einen Blick auf unseren Flächenhunger

In Deutschland wird täglich eine Fläche von mehr als 76 Fußballfeldern für Straßen oder Siedlungsflächen neu ausgewiesen. Dieser Flächenhunger vernichtet wertvolle Böden, zerschneidet Landschaftsräume und gefährdet unsere Artenvielfalt. Flächen sollten stärker genutzt werden und wir können mit unseren persönlichen Flächen bewusster umgehen. Machen wir uns diese Woche einmal bewusst, wie viel Flächen wir als Familie und gemeinsam mit anderen in Anspruch nehmen.  Lasst uns überlegen, wo wir Flächen für neues Grün öffnen können im Garten, im Verein, auf der Arbeit etc..

Die Welt unter unseren Füßen

  • Wir entdecken beobachten den Lebensraum Erde. Beobachten wir den Himmel und das Land. Schöpfungsgeschichte
  • Was wächst denn hier und dort? Wir entdecken und bestimmen Bäume, Kräuter und andere Pflanzen.
  • Was finden wir in unserem Garten? Steine, Hölzer, Sand und Erde. Welche Lebewesen finden wir im Erdreich und was brauchen diese Lebewesen (z.B. Schatten, Todholz)
  • Wieviel Platz brauchen wir wirklich? Finden wir unseren Lieblingsplatz“ ‐ daheim oder anderswo? Wie sieht er aus, was macht ihn so besonders?
  • Wir stellen uns gemeinsam auf, fassen uns an die Hände und bilden einen möglichst großen Kreis. Wie viel Fläche brauchen wir dafür wohl? Und wieviel Platz benötigen wir, wenn wir ganz nah zusammenrücken? Schätzt einmal das Vielfache.
  • Umarmt mit Familie und Freunden einmal die alte Platane vor der Alexanderkirche, schafft ihr es sie komplett zu umarmen?
  • Malt gemeinsam einmal eine Skizze eures Grundstücks und eurem Haus. Vielleicht finden ihr eine Möglichkeit etwas Platz abzugeben an bestimmte Wildpflanzen oder ihr baut einen Unterschlupf für die Tiere in eurem Garten.

Lebensraum Erde entdecken

  • Mit Blumenkästen, Hochbeeten oder auch einfach aussortierten Gummistiefeln grüne Inseln schaffen (Upcycling‐Anleitung: https://www.geo.de/geolino/basteln/18770‐rtkl‐blumen‐schuhen‐gummistiefel‐blumentopf)
  • Etwas Rasenfläche in Stück insektenfreundliche Wildwiese verwandeln (Tipps dazu hier: https://www.gartenjournal.net/blumenwiese‐ohne‐umgraben)
  • Schotterflächen wieder begrünen (Tipps dazu hier: https://www.nabu.de/umwelt‐und‐ressourcen/oekologisch‐leben/balkon‐und‐garten/grundlagen/planung/29770.html)
  • Markieren Sie mit den Kindern einen Quadratmeter fruchtbaren Untergrunds mit Ästen, Steinen, Sand, o.ä. und fangen Sie gemeinsam an zu forschen:
    Was wächst hier? Gräser, Kräuter etc. sammeln, bestimmen (z.B. mit der App Naturblick oder Flora Incognita), vergleichen, etc.
    Was finden wir hier? Steine, Holzstückchen, Sand, Erde, …
    Wer lebt hier? Erst Tiere auf der Oberfläche suchen, dann vorsichtig mit einem Spaten Erde „aus der Tiefe“ hochholen und untersuchen (vielleicht sogar mit Mikroskop).

 

Ein spannender Artikel zu Lebewesen im Erdreich findet sich hier: https://www.geo.de/geolino/natur‐und‐umwelt/4390‐rtkl‐erdreich‐es‐wimmelt‐im‐boden
Variante: Verschiedene Orte (Schotterboden; Sandkiste; Beet; zwischen Baumwurzeln, etc.) untersuchen und vergleichen

Woche 2, für die Dinge, die wir (ver)brauchen

Wenn Dinge, die immer verfügbar scheinen, plötzlich nicht mehr geliefert werden, sind wir entsetzt. Meistens finden wir schnell eine neue Quelle. Kann es uns egal sein, woher die Dinge kommen? Was brauchen wir wirklich und was wird einfach nur (ver)braucht? Machen wir uns bewusst: Der Abbau von Rohstoffen, Anbau- und Produktionsmethoden sowie der weltweite Warentransport sind fast zwangsläufig mit negativen Umwelteinflüssen verbunden. Kinder haben ein feines Gespür dafür, wie schön es ist, sich etwas auszuleihen – zum Beispiel nach einem Spielbesuch. Gleichzeitig ist es für Kinder oft gar nicht so leicht, loszulassen und selber etwas zu verleihen oder im Tausch abzugeben. Hier lässt sich gut anknüpfen, gemäß dem Motto „Reduzieren‐Weiterverwenden‐Wiederverwerten“.

Das sammeln wir:

Was wir immer wieder brauchen zum Basteln und Spielen:

  • Kunststoffdeckel (z.B. von Tetrapack, oder Pet-Flaschen)
  • Metalldeckel von Gläsern (z.B. Marmelade, Babybrei, Eingemachtes usw.)
  • Runde Kunststoffbecher (z.B. Sahne, Joghurt)
  • Kunststoffflaschen (z.B. PET, Waschmittel, Shampoo usw.)
  • Metalldosen (z.B. Chips, Kakao, Pumpernickel usw.)

Womit Kinder gerne spielen und basteln

Kinder spielen gerne mit Alltagskram und lieben das, was wir Erwachsene gerne im Müll entsorgen. Dabei spielen schon die Allerkleinsten liebend gerne mit Kartons in allen Größen und Formen, Tetrapack, Verpackungen (z.B. Tüten, Dosen, Flaschen, Boxen, usw.). und Alles was raschelt, bunt ist und/oder sich interessant anfühlt.

Tröte/ Kazoo basteln ohne besonderes Material - Anleitung für Kinder - Bastelanleitung - YouTube

Was brauchen wir zum Leben?
Die Mitte wird wie eine Insel gestaltet: mit Sand, blauen Tüchern, Muscheln, Steinen oder ähnlichem. Stellt euch vor: Ihr reist auf eine einsame Insel ‐ und dürft nur fünf Sachen mitnehmen. Jeder von euch darf überlegen, erzählen, tauscht euch aus. Die Gedanken können auch auf Zettel gemalt/geschrieben und auf die Insel gelegt werden.

 

MEINE BROTDOSE WIRD LEER

In vielen Kitas bringen Kinder eine Brotdose mit – für das Frühstück oder auch die Snackpause zwischendurch. Nicht weniger dieser Brotdosen kehren am Ende des Tages halb voll zurück, und der Inhalt wandert in den Müll. Brotdosen sind ein wunderbarer Ansatzpunkt, um das Thema Lebensmittelverbrauch zu thematisieren. Was ist noch da? Was wird mit den Lebensmitteln nun passieren? Was sind die Gründe, dass die Inhalte der Brotdosen nicht aufgegessen wurden? Was können wir tun, um diese Lebensmittelverschwendung zu reduzieren?

Ein Familienalltag den wir brauchen 😊

  • Wir überlegen bei jedem Kauf, ob wir das Produkt wirklich benötigen.
  • Wir achten auf die Herkunft und Produktionsweise von Waren
  • Wir kaufen nur Obst, Gemüse und Milchprodukte aus regionalem und saisonalem Anbau
  • Wir nehmen beim Einkauf Materialien unter die Lupe, z.B. hinsichtlich ihrer Wiederverwertbarkeit
  • Wir suchen nach Möglichkeiten, gebrauchte Dinge abzugeben, anstatt sie auf den Müll zu werfen
  • Wir tauschen (Leihen) Dinge mit Freunden und Familie aus
  • Wir besuchen den Alex-Flohmarkt am Samstag 14.00-16.30 an der Alexanderkirche
  • Wir schauen in einen Bücherschrank der Stadt Wildeshausen „Nimm een Book, bring een Book“.
  • Wir reparieren gemeinsam Liebgewonnenes, Nützliches und Alltägliches und haben dabei Zeit zum Tüfteln Unterhalten und Ausprobieren.

FÜR RESTE DAS BESTE: REGROWING

Das Prinzip des Regrowing ist einfach: Gemüsereste wandern nicht in den Müll, sondern werden genutzt um neues Gemüse nachwachsen zu lassen. Nachhaltigkeit und das Schonen von Ressourcen lässt sich so mit einem spannenden Gärtnereiprojekt verbinden. Besonders schnelle Ergebnisse lassen sich bspw. mit Lauch oder Salat erzielen, längere Projekte bieten sich mit Ingwer und Kartoffeln an.

Regrowing von Salat im Wasserglas

Material: Salatkopf, Glas, Wasser, Blumentopf, torffreie Anzuchterde

  1. Gemeinsam einen Salat zubereiten, beim Schneiden des Salats einen mindestens
    5cm hohen Strunk übriglassen.
  2. Den Strunk in ein Glas mit Wasser geben. Etwa die Hälfte des Strunks sollte immer mit Wasser
    bedeckt sein.
  3. Das Glas mit dem Strunk an einen sonnigen Ort stellen, das Wasser alle paar Tage wechseln.
  4. Nach 5‐10 Tagen: deuten sich unten am Strunk neue Wurzeln und oben erste neue Blätter an, jetzt
    wird die Pflanze in einen Blumentopf mit Anzuchterde umgepflanzt.
  5. Die Erde immer feucht halten.
  6. Nach wenigen Wochen sind die nachwachsenden Blätter groß genug, dass sie geerntet werden
    können.

Woche 1, um Energie wertzuschätzen

STECKER RAUS und REIN INS ABENTEUER

Wärme und Strom machen das Leben (an)-genehm. Energie ist wertvoll und wir wollen sparsam und bewusst mit ihr umgehen. Reduzieren wir diese Woche einmal die Zimmertemperaturen um einen Grad und sparen damit 6 % Energie ein. Wir kuscheln in Wolldecken und suchen uns warme Kleidung. Spielen, basteln und essen ‐ ohne Strom, da werden bestimmt viele Dinge zur Herausforderung ‐ Licht, warmer Tee, Kaffee oder das warme Mittagessen, Tanzen oder Geschichten hören ohne Musikanlage, …?  Lasst uns gemeinsam Lösungen entwickeln und Alternativen ausprobieren. Ein stromfreier Tag kann gemeinsam mit Kindern und Eltern bestimmt auch Spaß machen und zum Nach- und Umdenken anregen.

„Wir tun uns schwer mit der Notwendigkeit, Energie zu sparen.
Dabei handelt es sich eigentlich darum, keine zu verschwenden.“
Schweizer Aphoristiker, 1930-2015

Ein Familienalltag ohne Strom 😊

  • Mit Besen und Staubwedel fegen und mit Tüchern wischen und den Staubsauger auslassen.
  • Die Wäsche mit der Hand waschen statt mit der Waschmaschine.
  • Gemeinsam das Geschirr mit der Hand spülen, statt die Spülmaschine anzustellen.
  • Wir benutzen Kerzen und Windlichter statt elektrischer Lampen.
  • Wir essen Rohkost und backen Stockbrot und Grillgemüse am Lagerfeuer im Garten.
  • Gemeinsam lesen oder erzählen wir uns Geschichten statt Hörbücher- und Hörspiele.
  • Wir singen Lieder und machen mit Alltagskram Musik statt Radio, Smartphone und Co.
  • Wir bleiben offline für mehr Familienzeit und schreiben Postkarten für Familie und Freunde.

Wir werden diese Woche

  • die elektrischen Lichter auslassen und zünden Kerzen und Laternen an
  • die Heizung kalt lassen und in warmer Kleidung mit Decken kuscheln und spielen
  • Leitungswasser mit Kräutern trinken statt Tee und Kaffee
  • mit Dingen aus der Natur und Handarbeiten ohne Strom spielen
  • mit den Händen Geschichten erzählen
  • mit unseren Körper Musik hören und erleben
  • gemeinsam Kraft tanken für mehr Energie im Familienalltag

Basteln und Spielen

Praktisches DIY: Pompon-Staubwedel selbst machen | homify

Lotto: "geht es auch ohne Strom?", Gegenstände suchen und zuordnen, die jeweils die gleiche Aufgabe mit und ohne Strom erledigen. Besen – Staubsauger; Musikinstrumente – CD‐Player; Schneebesen – Mixer; Kerzen – elektrisches Licht; elektrische Zahnbürste – Zahnbürste; Trockner – Wäscheleine; u.v.m.

Einer sagt den Satz „Alle ... brauchen Strom“, setzt dabei einen Gegenstand ein (z.B. „Alle Lampen brauchen Strom“) und lasst bei dem Wort „Strom“ die Hände wie eine Rakete nach oben schießen. Nun dürfen die Kinder entscheiden: Stimmt es, dass der Gegenstand Strom braucht (dann gehen die eigenen Hände ebenfalls hoch) oder stimmt es nicht (dann bleiben die Hände unten).

Youtube-Link: "Kuschellied" zum Anhören
"Singzwerge und Krabbelmäuse"
R. Kiwit, E. Gulden, B. Scheer

Klima-Fasten „Wir nehmen uns Zeit“

Dies ist das Motto der diesjährigen Klimafastenaktion 2023. Viele verbinden mit dem Wort „Fasten“ zuallererst Verzicht. Aber was wäre, wenn der Verzicht auch ein Gewinn sein könnte? Auf etwas zu verzichten könnte den Blick auf das Wesentliche lenken, im Positiven „Zeit zu haben“. Aus diesem Grunde starten wir, Nadine Hake (EEB-Fachkraft für Malibu-Eltern-Baby-Gruppen) und Dagmar Grössler-Romann (Singschule an der Alexanderkirche), ab dem 22.02.2023 wieder eine 7-Wochen Klima-Fasten-Challenge, bei der wir uns ganz praktisch überlegen, wofür können wir uns in unseren Familien Zeit nehmen, um klimaneutraler und gerechter mit uns und unserer Umwelt umzugehen.

Wir nehmen uns Zeit …

  • um Energie wertzuschätzen
  • für die Dinge, die wir (ver)brauchen
  • für einen Blick auf unseren Flächenverbrauch
  • um anders mobil zu sein
  • für eine effizientere und ökologisch bessere Beleuchtung
  • für Biodiversität
  • zum Glücklichsein

Gemeinsam werden wir in allen Eltern-Kind-Gruppen viel Neues entdecken! Themen wie der bewusste Verbrauch von Energie, Fläche und anderen Dingen lassen sich ebenso in unseren Alltag integrieren, wie der bewusste Umgang mit unserer Familienzeit, gemeinsamen klimaneutralen Aktivitäten und Biodiversität. Ihr findet alle Wochenthemen mit Aufgaben, Ideen und vielen spielerischen Einheiten für die ganze Familie auch wieder ab dem 22.02.23 auf der digitalen Pinnwand der Singschule.

Kräuterlimonade

Wie versprochen kommt hier noch das Rezept für die Limo von Eva Brunken:
  • 1 l Apfelsaft
  • 1/2 l gesprudeltes Leitungswasser
  • 10 junge Gierschblätter
  • 1 Stengel Gundermann
  • 2 Zweige Zitronenmelisse
  • 1 Zweig Minze
Die Kräuter waschen, mit den Händen oder einer Teigrolle etwas andrücken und in den Apfelsaft geben.
Einige Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Nun die Kräuter noch mal ausdrücken und entnehmen.
Mit gesprudeltem Wasser auffüllen. Eine köstliche Erfrischung an sonnigen Sommertagen!
Ihr könnt die Limo auch mit essbaren Blüten, z.B. Rosen-, Gänseblümchen-, Lavendel- oder Frauenmantelblüten „aufhübschen“!
Dann schmeckt sie nicht nur lecker, sondern sieht auch noch super aus.
Ein ähnliches Rezept (und viele andere tolle Anregungen) findet ihr übrigens in diesem Buch:
Wildes Naturhandwerk von Sabine Simeoni
ISBN: 978-3-03800-959-7
Zu kaufen im Buchladen eures Vertrauens vor Ort 🙂

Insektentränke

Damit die Insekten auch in der warmen Jahreszeit etwas zu trinken finden kann man mit ganz einfachen Mitteln, die jeder zu Hause hat oder schnell sammeln kann, eine kleine Insektentränke bauen. Man nimmt dazu eine flache Schale, einen Untersetzer, einen (Suppen)Teller oder ähnliches und legt darein ein paar Steine, Kiesel, Stöcker oder irgendetwas auf dem die Insekten halt finden können. Nun füllt man die Schale mit Wasser und achtet immer darauf, dass ausreichend Wasser in der Schale vorhanden ist. Ein paar bunte Blumen oder Murmeln locken die Insekten zusätzlich an und lassen die Insektentränke hübsch aussehen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachbauen und Freude mit euren Gästen an der Insektentränke.