Schnee, Schnee, Schneemann …

Wenn der Winter sich von seiner schönsten Seite zeigt, dann hat es ganz sicher geschneit.

Der erste Schnee

Wintergedicht: Heinrich Seidel (1842- 1906)

Ans Fenster kommt und seht,
Was heute vor sich geht:
Es kommt vom grauen Himmel
In dämmerndem Gewimmel
Der erste Schnee herab.

Die Flocken, auf und ab
Wie Schmetterlinge fliegen sie,
Wie weiße Blätter wiegen sie
In leichten Lüften sich ...

Hurra! Wie freu ich mich!
Nun laßt uns gleich mal sehen,
Wo unsere Schlitten stehen,
Der große und der kleine,
Der meine und der deine!
Mariechen, zieh den Mantel an!
Da draußen gibt es Schlittenbahn.

Schneemann Rätsel

Aus Schnee ist er und trägt am Kopf
Mutters alten Suppentopf.
In der Hand hält er 'nen Besen.
Sag, was ist das für ein Wesen?

Wie heißt der große weiße Mann,
Der in der Sonne schmelzen kann?

Stand ein Riese aus Schnee gemacht,
Grimmig auf den Beinen,
Aber als die Sonne lacht,
Fing er an zu weinen.

Draußen steht ein weißer Mann,
der sich niemals wärmen kann.
Wenn die Frühjahrssonne scheint,
schwitzt der weiße Mann und weint!
Er wird klein und immer kleiner.
Sag was ist das wohl für einer?

Vom Schneemann und seiner Frau

“Das Wetter hier ist viel zu lau!
Sieh doch, wie ich hier tropfe,
vom Fuße bis zum Kopfe!”

Die Schneefrau sprach: “Mein Hintern
kann hier nicht überwintern.
Ich weiß nicht, wer den Frost uns klaut;
schau´ doch, wie mein Gesäß mir taut!

Komm`, fliegen wir zum kalten Pol,
dann fühlen wir uns wieder wohl.
Frau Holle, unsre gute Fee,
beschenkt uns dort mit Eis und Schnee.”

Sie flogen voller Freude fort,
doch leider an den falschen Ort.
So geht es, wenn man Reisen bucht
und nicht zuerst im Atlas sucht:

Sie landeten in heißer Wüste,
wo ein Kamel die zwei begrüßte.
Nun standen dort, im Wüstensand,
zwei Schneeleute aus deutschem Land.
Er schmolz zu Schneematschgrütze
und sie zur warmen Pfütze.

Ich bin ein kleiner Schneemann

Zum Mitsingen von Volker Rosin im Musikstreaming

 

Einen Schneemann will ich bauen

Einen Schneemann will ich bauen,
der ist lustig anzuschauen!
(mit den Armen und Händen 2 große Kreise in die Luft malen)

Mit dem dicken krummen Stock,
(gekrümmten Finger hochhalten)

mit dem blitzeblanken Rock.
(Einen Rock um den Körper andeuten)

Seine Knöpfe das sind kleine,
runde bunte Kieselsteine.
(mit einem Finger Knöpfe auf Brust und Bauch nachtippen)

Seine Augen schwarze Kohlen,
(Daumen und Zeigefinger deuten große Augen an)

aus dem Keller weggestohlen.
(mit den Füßen leise schleichen)

Seine Nase eine Zwiebel,
"oh", ein schöner spitzer Giebel.
(auf die Nase zeigen)

Und sein Hut aus Packpapier.
(beide Hände deuten auf dem Kopf einen Hut an)

Sag, wie gefällt er dir?

Schnee und Eis

Wintergedicht: Robert Reinick (1805-1852)

Wohin man schaut, nur Schnee und Eis,
Der Himmel grau, die Erde weiß;
Hei, wie der Wind so lustig pfeift,
Hei, wie er in die Backen kneift!

Doch meint er's mit den Leuten gut,
Erfrischt und stärkt, macht frohen Mut.
Ihr Stubenhocker schämet euch,
kommt nur heraus, tut es uns gleich.

Bei Wind und Schnee auf glatter Bahn,
Da hebt erst recht der Jubel an.

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